Neuseeland #19 – Time to say Goodbye!

Erstaunlich, wie schnell fünf Wochen vorbeigehen können. Anfangs klingt das immer nach einer unfassbar langen Zeit, aber spätestens nach der Hälfte des Urlaubs rennt die Zeit einfach nur noch.

Geplant war ja eigentlich ein kompletter Rundtrip um die Nordinsel. Das mussten wir uns aber dann doch anders überlegen. Mit einigen Abstechern in die Landesmitte (unter anderem zum Tongariro National Park und dem Tongariro Alpine Crossing oder Rotorua) wollten wir die Insel einmal an der Küste entlang umrunden.

Dazu hätten wir allerdings längere Strecken pro Tag fahren und mehrere Zwischenstopps überspringen müssen. Dann wäre allerdings der Urlaubs-Charakter ein wenig zu kurz gekommen… weswegen wir uns dazu entschieden, lieber nur wenige Stunden pro Tag zu fahren und dafür lieber noch einmal wiederzukommen… 😉

So hatten wir uns entschieden, von Wellington aus nicht entlang der Ostküste wieder in den Norden zu fahren, sondern direkt durch die Mitte zum Tongariro National Park. Was zum Schluss nämlich auf keinen Fall fehlen sollte, war der Abstecher ins Northland, zur Bay of Islands und zum Cape Reinga.

Wieder Ordnung ins Chaos bringen

Das sollte jedoch langsam der Vergangenheit angehören, dann schon standen wieder die ersten Packversuche und der Weg nach Hause an. Wieder auf unserem Stellplatz in Auckland angekommen, schafften wir Ordnung im Camper und räumten alles wieder an seinen ursprünglichen Platz.

Beispielsweise hatten wir die obligatorische Campingtoilette (die wir benötigten, damit das Auto als Self-Contained gilt) aufgrund der vielen öffentlichen Toiletten nie gebraucht. Entsprechend hatten wir sie in den unzugänglicheren Stauraum unter der Liegefläche geräumt. Das dadurch leere Fach direkt vorne an der seitlichen Schiebetür diente uns besser als Vorratskammer für Essen und Getränke. Auch innerhalb der Schränke hatten wir ein wenig umgebaut und beispielsweise zwei Körbe angeschafft. Mit einem konnten wir gut unsere ganzen Essens-Utensilien transportieren, der andere diente als „Auffangbehälter“ für den Kleinkram, der während der Fahrt nicht umherfliegen sollte.

Da ich mir viel Zeit zum lesen genommen hatte, hatte ich am Ende des Urlaubs auch diverse ausgelesene Bücher zu verschenken, die keinen Platz in meiner Tasche fanden. Auch ein billiger Wasserkocher, ein zusätzlicher Ein-Flammen-Campingkocher und diverser Kleinkram würden hier bleiben. Mit der perfekten Spiegelei-Bratpfanne hatten wir zuvor schon drei andere Camper glücklich gemacht. Ebenso mit den Lebensmitteln, die wir noch nicht verbraucht hatten.

Was definitiv den Weg mit nach Hause finden würde, war in meinem Falle (neben ein paar kleinen Mitbringseln) nur der erworbene Spannungswandler, mit dem ich mein MacBook über den 12V-Anschluss im Auto laden konnte. (Hier die deutsche Entsprechung.) Zwar würde ich dazu zu Hause auch immer den Steckdosen-Adapter benötigen, aber das war mir relativ egal. Oft würde ich es hier sicher nicht brauchen, behalten wollte ich ihn trotzdem.

Geschenke!

So stellten wir irgendwann am Abfahrtstag besagte zwei Körbe voll mit allem, was wir abzugeben hatten, in die Bibliothek bzw. Küche des Avondale Motorparks und standen vor einem (fast) leeren Camper. Schon ein trauriger Anblick, das zu Hause der letzten drei Wochen wieder so zu sehen und gleich zurücklassen zu müssen… Ich hätte gut und gerne noch ein paar Wochen dranhängen können.

Wir hatten am Vorabend noch einen kleinen Spaziergang zu „Fish & Chippery“ gemacht, das sich direkt um die Ecke des Motorparks befindet. So mussten wir nicht mehr spülen und haben uns zur Feier des letzten Abends super leckeres Take Away Essen gegönnt. Wir hätten am liebsten die ganze Karte durchprobiert, beließen es dann aber bei Fish & Chips, einem Cheeseburger mit Bacon, Zwiebelringen und einem Hot Dog. Entsprechend satt waren wir dann auch erstmal…

Der letzte Tag

Am Abflugtag stand dann nicht mehr viel auf dem Plan. Wir packten die letzten Dinge zusammen, fuhren tanken und gaben den Camper bei Travellers Autobarn zurück. Der Auto-Check ging schnell und ein Taxi rief man uns auch noch, damit wir entspannt zum Flughafen kamen. Der Toyota Hiace scheint in Neuseeland (ebenso wie in Australien) ein wirklich sehr beliebtes Auto zu sein. Mit Hochdach, so wie in unserem Fall, ist er auch eine super Camper-Variante. Kleiner sind nur die normalen Kombis, die eigentlich nur eine Liegefläche und hinten im Kofferraum ein kleine Aufbewahrungsmöglichkeit für Kochutensilien etc. bieten.

Ich empfand es allerdings als großen Vorteil, dass wir eine richtige kleine Kochecke im Camper hatten. Wenn wir mehr Pech mit schlechtem Wetter gehabt hätten, hätten wir aufgrund der Höhe und des Stauraums auch mehr Möglichkeiten gehabt, Regentage zu verbringen. Alles in allem war unser Toyota eine sehr zuverlässige kleine Arbeitsmaschine, die uns super durch den Urlaub gebracht hat.

Da wir sehr gut in der Zeit waren, setzten wir uns mit unserer letzten Flasche Wein noch an den Flughafen und tranken auf den Abschied. Erstaunlich, wie schnell fünf Wochen doch vorbei sein können. Nach der Sicherheitskontrolle verschafften wir uns einen Überblick über das Essensangebot und kehrten letztendlich in Mexico ein. Klare Empfehlung für alle, die in Zukunft mal von Auckland aus fliegen und etwas für mexikanisches Essen übrig haben!

Time to say goodbye…

Anders als auf dem Hinflug hatten wir jetzt auf dem Rückflug einen zusätzlichen Touchdown auf Bali. Manche mögen das vielleicht für eine schöne Möglichkeit halten, sich die Beine zu vertreten, mich hat es nur genervt… Alles zusammenpacken, aussteigen, anstehen, bei einer erneuten Sicherheitskontrolle alles wieder auspacken (Laptop, Kameras etc.), warten und dann wieder auf genau dem gleichen Platz sitzen für den Flug nach Dubai… Absolut nicht mein Fall 😉 Da flog ich lieber 16 Stunden am Stück und musste mich nur einmal häuslich einrichten. Beziehungsweise nicht alles für die Sicherheitskontrolle ein- und wieder auspacken.

Dafür habe ich auf dem Flug von Bali nach Dubai so tief und gut geschlafen, dass ich total erschrak, als die Stewardess mich zum essen weckte. Davon hatte ich also überhaupt nichts mitbekommen, das war sehr praktisch. Auch den etwas längeren Aufenthalt in Dubai brachten wir gut um. Wie schon bei den langen Flügen nach und von Australien frühstückten wir bei McDonalds und gönnten uns in Dubai ein kleine Dusche. Nach unserem Abflug in Dubai hatte ich außerdem eine super Sicht auf die faszinierende Landschaft des Iran, Teheran, das Elburs-Gebirge und später auch Baku und den Kaukasus.

Schließlich kamen wir nach 40 Stunden auf den Beinen wieder in Hamburg an. Auch wenn ich inzwischen wieder echt ziemlich müde war- ich würde ohne zu zögern wieder solche langen Flüge antreten. Erstens konnte ich mich immer ziemlich gut beschäftigen und zweiten würde immer die Vorfreude auf den Urlaub überwiegen. Oder die schönen Erinnerungen, auch wenn es wieder zurück in die Heimat ging.

Alles über den Urlaub…

… habe ich hier auf der Seite zusammengestellt. Falls ihr die vorigen Beiträge noch mal nachlesen wollt oder später dazugestoßen seid. Eignet sich super, um noch mal in Erinnerungen zu schwelgen 🙂

Teile Deine Gedanken zu diesem Beitrag...

Diese Seite benutzt Cookies um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.