Australien #6 – Abendessen mit Kängurus

Kiama & Wollongong

So langsam bewegten wir uns in dem Teil von Australien, wo die Städtenamen unaussprechlich wurden oder zumindest ziemlich lustig klangen. Auch das Wildtiervorkommen nahm zu, sodass wir abends noch einige lustige Begegnungen mit Kängurus haben sollten. Das Hafenbecken von Wollongong war unser erstes Ziel an diesem Tag und wir wurden nicht enttäuscht. Die Brandung an diesem Tag war hier außerordentlich stark und fegte gegen die Kaimauer, was ein ziemlich beeindruckender Anblick war. Zudem waren die beiden Leuchttürme dort äußerst sehenswert, sowie der Ausblick über die Strände der Umgebung.

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Ice Cream Truck fuhren wir weiter Richtung Kiama. Dort ist das „Blowhole“ die größte Attraktion, das bei anständiger Brandung eine Wasserfontäne in die Luft schießt. Die Fontäne kann zwar noch wesentlich höher sein, als sie bei unserem Besuch war, aber das ist Glückssache. Die umstehenden Infotafeln geben jedenfalls einen guten Eindruck davon, über wie viele Jahrhunderte die Erosion der Felsen und verschiedenen Gesteinsschichten vorangegangen sein muss, bis dieses Naturphänomen entstanden ist.

Auf zum Merry Beach

Nach einer kleinen Mittagspause machten wir uns auf den Weg zu einem der wenigen Stellplätze, die wir im Vorfeld reserviert hatten. Normalerweise fuhren wir einfach zu einem ausgewählten Campingplatz und fragten, ob noch ein Platz frei war. Da wir uns in der Vorweihnachtszeit befanden und die Australier eher mit Festtags- und Ferienvorbereitungen beschäftigt waren, ging der Plan auch sehr gut auf.

Sollte sich einmal zeigen, dass doch kein Platz frei war, würden wir einfach weiterfahren, oder uns einen anderen Stellplatz suchen. Die ganzen drei Wochen wurden wir allerdings nirgends abgewiesen und es gab immer noch mehr als genug Platz. Erst kurz vor dem Weihnachtswochenende, und somit Ferienstart, wurde es voller. Am „Merry Beach“ wollten wir allerdings unbedingt unterkommen, denn hier versprach man einen herrlichen Blick auf Strand und Bucht und ein nettes Beisammen sein mit Kängurus.

Diebische Kängurus

Wir sollten nicht enttäuscht werden, schon direkt auf der Zufahrtsstraße zum Campingplatz sahen wir die ersten neugierigen Tiere. Sobald wir dann die Einfahrt zum ansonsten offenen Gelände passierten, begegnete uns eine weitere große Truppe, in deren Nähe wir dann auch unseren Stellplatz beziehen konnten.

So faszinierend und friedlich die Tiere auch waren, sie waren ebenfalls so respekteinflößend, dass man lieber ein wenig Abstand hielt. Zumindest solange, bis sie selbst frech wurden und versuchten, das für den Abend bereitgelegte Knoblauchbrot zu klauen. Nachdem ich das Brot zurückerlangt hatte, hatte ich auch die Aufmerksamkeit des wohl noch jüngeren Kängurus, das intensiv meine Hand beschnupperte und sich dann auch eine Zeit lang genüsslich am Kinn streicheln ließ.

Ähnlich lustig war dann auch das Frühstück am nächsten Tag. Hier sorgten nicht die Kängurus, sondern zwei kleine Papageien für Unterhaltung, die einen Narren an meinem Thunfisch-Sandwich gefressen hatten. Dabei waren sie so hartnäckig, dass ich mich in den Camper setzen musste, um in Ruhe essen zu können.

Nach dem Frühstück machten wir uns zum zweiten Mal in diesem Urlaub auf in die Berge- das Tidbinbilla Nature Reserve hatte unser Interesse geweckt…

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