Neuseeland #6 – Freedom Camping am Strand

Beach @ Ahu Ahu Roah - Neuseeland

Heute stand der erste Test unserer Fitness an. Natürlich waren wir nicht nur zum Pancake-Essen (hier zum Artikel vom Vortag) zum Mount Taranaki gekommen, sondern wollten dort auch wandern. Wobei „wandern“ sich bisher noch keiner genauen Definition unterzogen hat… Ein bisschen klettern ist auch immer dabei und einfach nur irgendwo langgeschlendert sind wir bisher auch nie. Die Pancakes boten dann die beste Stärkung zum Start in den Tag. Wir entschieden uns für die herzhafte Variante (Bacon and Cheese) und hatten wenig später zwei große, wahnsinnig leckere Pancakes vor uns stehen. 

Mit Freunden und Familie hatten wir vor kurzem Wetten abgeschlossen, wie viele Kilometer wir wohl zu Fuß zurücklegen würden im Urlaub. Von -5 bis 333km wurde uns alles zugetraut (vielen Dank dafür) und die erste Hochrechnung ergab: 64,9km hatten wir in der ersten Woche schon hinter uns gebracht. Eine interne Wette drehte sich noch um die gefahrenen Autokilometer. Hier hatten wir zum jetzigen Zeitpunkt ca. 877km zurückgelegt. 

Immer nur bergauf

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Visitor Center am Mount Taranaki (Egmont National Park). Wir entschieden uns für einen 3-4 Stunden Abschnitt, der auf dem Weg zu einer kleinen Hütte führen sollte. Auf dem Foto als „Maketawa Round Trip“ eingezeichnet. Bis zu dieser Hütte ging es dann ausschließlich bergauf und das verlangte uns schon ein bisschen was ab. Mit wenigen kleinen Pausen ging es dann aber gut über Stock und Stein- über schmale Brücken, Leitern und durch Bäche und Pfützen. 

Die Hütte war erstaunlich gut gepflegt uns ausgestattet. Es gab eine Feuerstelle, zwei schöne Schlafräume mit Etagenbetten und Matratzen und einen großen Gemeinschaftsraum. Draußen konnte man Trinkwasser zapfen und ein paar Meter weiter gab es eine Toilette. Ich hätte im Vorfeld nie drüber nachgedacht, aber mit einem Hüttenschlafsack bewaffnet und ein paar Klamotten, hätte man hier gut eine Nacht verbringen können. 

Wir trugen uns in das Gästebuch ein und machten uns dann wieder auf den Weg. Und zu unserem Leidwesen ging es weiter bergauf… Da wir aber aus dem Wald raus waren, hatten wir eine schöne Aussicht auf das Tal. Die Spitze des Berges konnten wir aufgrund von tiefhängenden Wolken und Nebel leider nicht erkennen. 

Endlich wird der Camper so richtig genutzt

An der nächsten Weggabelung ging es dann eine breitere Straße nur noch bergab und wir hatten das Gefühl, dass sich auch die Wolken etwas lichteten. Der Blick in Richtung Küste war immer wieder frei und wir konnten erkennen, dass das schlechte Wetter mal wieder nur an den Bergen festhing. An der Küste musste strahlender Sonnenschein herrschen. 

Wie gut, dass wir uns nach unserer Wanderung genau dahin auf den Weg machten. Wir fuhren zum Strand in Oakura, wo wir unseren ersten Freedom-Campingplatz rausgesucht hatten. Neuseeland ist ja bekannt dafür, dass es viele ausgewiesene Flächen gibt, auf denen man mit einem Self-Contained Vehicle/ Camper Van kostenlos stehen kann. Bisher hatten wir uns immer den Luxus eines Holiday-Parks oÄ. gegönnt, aber das sollte jetzt auch weniger werden. 

Der Platz für heute nach befand sich direkt auf einer Grünfläche am Strand. Es gab eine öffentliche Toilette, die auch die gesamte Nacht geöffnet war, und ansonsten nur die Parkflächen. Wir machten uns eine leckere Bolognese und gingen dann noch passend zum Sonnenuntergang am Strand spazieren. Nach dem doch etwas anstrengenden Tag ging es für mich aber danach auch schnell ins Bett 😉

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