Neuseeland #3 – Hobbiton, Hamburg Süd und heiße Quellen

Waikato - Neuseeland

Der Start in den Tag war super regnerisch und so schlugen wir (außer während der Fahrt) noch ein wenig Zeit in einem großen Einkaufscenter in Hamilton tot. Neben ein paar Kleinigkeiten aus dem Warehouse hätte wir fast noch den im Angebot befindlichen, riesigen LG Flachbildfernseher mitgenommen, wenn wir gewusst hätten, wie wir ihn transportieren sollten. Der Verkäufer war zwar super nett, aber als wir ihm sagten, wir würden mit dem Camper rumfahren, verstand auch er, dass bei uns nichts zu holen war.

Unser Zwischenziel für heute war das Hobbiton Movie Set. Hier war ein großer Teil der Originalkulissen von Hobbingen aus den Herr der Ringe und Der Hobbit-Filmen erhalten worden. Für 84$ kann man sich derzeit auf eine Tour durch die Kulissen begeben, zu denen man mit einem Bus geshuttelt wird. Wir entschieden uns gegen die Tour und stöberten nur ein wenig durch den Souvenir-Shop, bevor wir weiter nach Matamata fuhren. Die Touristeninformation in dieser Stadt, die dem Movie Set so nah gelegen ist, ist ebenfalls im Stile eine Hobbit-Hauses gebaut und beherbergt eine fast lebensgroße Gollum-Statue. Damit war mein Herr der Ringe-Bedarf dann auch ausreichend gedeckt und ich trauerte der ausgelassenen Tour nicht mehr nach. 

Container auf weiter Reise

Dass Übersee-Container weit rumkommen, ist ja nichts ungewöhnliches. Trotzdem musste ich schmunzeln, als uns ausgerechnet hier in dem kleinen Städtchen Matamata ein LKW mit „Hamburg Süd“ Aufschrift begegnete, als wir grade Mittagspause machten. Seit wir das Movie Set verlassen hatten, war es trocken geblieben und der Ausblick auf den restlichen Tag war glücklicherweise auch positiv.

Auf dem Weg zu unserem heutigen Stellplatz legten wir deswegen noch einen sportlichen Zwischenstopp ein. Die Wairere Falls sind die höchsten der Nordinsel und bieten einen herausfordernden, aber machbaren Loop-Track von etwa 1,5 Stunden an. Der Ausblick auf das Tal und die abwechslungsreiche Natur sind den Aufstieg wirklich wert. 

Ein meiner Urlaubsdevisen könnte sein „Wasserfälle sind von unten spannender, als von oben“. Ob wirklich deswegen, oder weil uns der erste Aufstieg erstmal anstrengend genug war, verzichteten wir auf die weiteren 45 Minuten zum „Top of the Falls“.

Entspannen im Pool

Unser Ziel danach war der Opal Hot Springs Holiday Park. Er lockte mit einem Swimmingpool und Thermalpools und trotzdem sollte der Aufenthalt nur 20$ pro Person (inkl. Stromversorgung) kosten. Da hatten wir schon mit weniger Komfort teurer gestanden. Uns wurde nicht zu viel versprochen: Die Anlage ist sehr charmant, an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas in die Jahre gekommen, aber liebevoll gestaltet, sauber und ordentlich.

Außerdem ist der Blick auf die Berge spannend- insbesondere bei nicht ganz so gutem Wetter lässt sich wunderbar beobachten, wie die Wolken über die Bergkette ziehen, bzw. lange an diesem festhängen. Am späteren Abend wurden wir dann doch noch mit etwas Sonne belohnt und konnten sogar einen Regenbogen sehen, während wir im Pool unsere Kreise zogen. Auch das entspannen in den 37 und 39 Grad warmen Themalpools war klasse.

Das setzten wir am nächsten Tag vor dem Frühstück auch direkt noch mal fort. Währenddessen unterhielten wir uns dann mit einigen Dauercampern des Platzes; wahrscheinlich waren wir die einzigen Gäste seit einer langen Zeit, die keine riesigen Herr der Ringe-Fans waren und so waren sie fast enttäuscht, als wir verneinten, die Tour gemacht zu haben. 

Da es auch keine Pflicht zum frühen Check-Out gab, blieben wir noch ein bisschen dort- absolute Empfehlung für den Holiday Park, falls man mal auf der Ecke sein sollte 😉

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