Neuseeland #2 – Port Waikato und Raglan

Die gesamte Planung für diesen Urlaub ist schnell erzählt: Flüge buchen, Camper buchen, einen Stellplatz für die ersten beiden Nächte buchen. Ein Roadtrip ist schließlich am spannendsten, wenn man keine vordefinierte Reiseroute hat, sondern sich ein wenig treiben lässt und spontan schaut, wohin es gehen soll. Natürlich weiß man so auch nie, welche Unwegsamkeiten einem begegnen können… Aber schon letztes Jahr in Australien haben wir ein ähnliches Prinzip verfolgt und sind damit sehr gut gefahren.

Unter ähnlichen Voraussetzungen fanden wir beispielsweise unseren ersten Stopp nach den Nächten in Auckland: Wir wollten schon irgendwie immer eher an der Küste entlang (mit Abstechern in die Berge zum wandern) und nicht viele Stunden pro Tag fahren. Der Port Waikato Holiday Park schien uns da ein gutes Ziel zu sein. 

Wanderlust

Auf dem Weg dorthin machten wir noch Halt an den Vivian Falls (die man gut verpassen kann, wenn man nicht genau auf die kleinen Schilder achtet). Der Weg von der Straße hinunter zum Wasserfall ist nicht lang und man sollte sich ein wenig Zeit nehmen, die Infotafel zu lesen. Sie verrät einem, auf welch geschichtsträchtigen Gebiet man sich hier befindet- und man bekommt die Ahnung, dass das auf der ganzen Insel so weitergeht.

Die Fahrt an sich war ruhig und wir verbrachten den Teil des Tages mit schlechtem Wetter wenigstens im Auto und wurden nicht zu nass. Gutes Timing, denn pünktlich zu unserer Ankunft war das Wetter hervorragend.

Der Port Waikato Holiday Park liegt zwischen Flussmündung und Strand, am Beginn einer Landzunge, die sich in die Bucht erstreckt. Mit dem ehrgeizigen Ziel, in diesem Urlaub diverse Kilometer zu wandern, machten wir uns nach unserer Ankunft auf, diese Landzunge so weit wie möglich abzulaufen. Ohne es zu wissen, machen wir mit fast 7km fast eine komplette Runde, denn die anderen Klippen, die wir am Horizont sahen und die wir noch auf unserer Seite des Flusses vermuteten, gehörten auf die andere Seite der Mündung. 

Der schwarze Sand und das viele angeschwemmte Treibholz waren dann immer wieder einen faszinierten Blick wert und so merkten wir gar nicht, wie die Zeit verging. An diesem Abend hatten wir beide einen ersten kleinen Sonnenbrand und uns unsere selbstgemachten Burger so richtig verdient 😉

The Shire awaits

Neuseeland ist ja unter anderem dafür bekannt, dass hier viele Szenen aus den „Der Herr der Ringe“- und den „Der Hobbit“-Filmen gedreht wurden. Nach nur wenigen Kilometern entlang jedes beliebigen Highways glaubt einem das auch jeder. Jede noch so kleine Ecke der Insel scheint von sattem, grünen Rasen bedeckt zu sein und man sieht auf jedem Hügel Schafe oder Kühe. Man fühlt sich wirklich mitten die die Filme versetzt.

Auf unserer Fahrt nach Raglan nutzen wir (entgegen der Navi-Empfehlung) lieber die kurvige Küstenstraße, an der sich auch ein Drehort der Filme befinden sollte („Wetterspitze“). Da wir beide nicht die größten Fans der Filme sind, verpassten wir dieses besondere Stückchen Grün zwar, waren aber gut drei Stunden fast in jeder Minute fasziniert von der Landschaft vor unseren Fenstern. 

Sonnenuntergang am Strand

Auch der Park in Raglan war schön auf einer Landzunge gelegen. Nach unserer Ankunft und einem Willkommens-Bier, machten wir noch einen Abstecher in die Stadt und an den Strand, wo wir wieder einige Kilometer im Sand zurücklegten. Nach dem Essen kam wir später am Abend noch mal zurück und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Wenn diese ersten Tage ein Indiz dafür waren, wir der Urlaub weitergehen würde- ich hätte nichts daran auszusetzen…

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