Neuseeland #15 – The Northland II

Das „Northland“ ist der Verwaltungsbezirk nördlich von Auckland. Es erstreckt sich über die gesamte Landzunge bis hoch zum nördlichsten Punkt, Cape Reinga. Zum Ende unseres Roadtrips um die Nordinsel, wollten wir diesen Punkt erreichen und arbeiteten uns langsam dahin vor.

Unser heutiges Ziel war die Marsden Bay. Wieder ein Freedom Campingplatz und wieder direkt mit Blick auf eine wunderschöne Bucht. Daran werde ich mich nie satt sehen können… Spannend, weil etwas anders als sonst, war der Blick auf das Industriegebiet im Hafen, wo offenbar unglaublich viel Holz umgeschlagen und verarbeitet wird.

Im Hintergrund waren schon die Whangarei Heads zu erkennen, von denen man sicher ebenfalls einen hervorragenden Blick über die Bucht haben würde. Wir machten uns später noch auf den Weg in das Neubaugebiet, dass sich direkt hinter unserem Stellplatz befand. Die Häuser hier waren sicher für die etwas dekadentere Bevölkerung von Neuseeland gedacht, viele der Häuser hatten ihren eigenen Bootsanleger im angrenzenden Yachthafen, und sahen dementsprechend riesig aus.

„Nehmt jeden Wasserfall auf dem Weg mit“

Einer der wenigen Tipps, die wir tatsächlich versuchten, zu befolgen. So machten wir uns am nächsten Tag auf in das nahegelegene Städtchen Whangarei, wo wir tatsächlich einen wunderschönen Wasserfall finden sollten. Den gut ausgebauten Rundweg konnten wir sogar in Flip Flops laufen.

Wir hatten heute allerdings noch ein ehrgeiziges Ziel vor uns: Der Adventure Forest sollte uns für einige Stunden beschäftigen! Um nichts zu verlieren, hatten wir die Handys und Kameras im Auto gelassen… Von daher gibt es leider keine Fotos aus dem Kletterwald, aber da hat das Internet vorgesorgt.

Der Adventure Forest wird von einem französischen Ehepaar betrieben, das sehr sympatisch ist und sich viel Zeit für Sicherheitseinweisungen nimmt. Es gibt auch eine kurze, ebenerdige Übungsstrecke, damit man sich mit seinen Karabinern und der Führungsschiene für den „Flying Fox“ vertraut machen kann- also mit den Seilbahn-Abschnitten, bei denen man sich einhakt, abstößt und in seinem Geschirr sitzend zur nächsten Plattform „fliegt“.

Adrenalin pur

Auch wenn uns die Abenteuerlust gepackt hatte- wir starteten erst einmal vermeintlich „einfach“ auf einem der Einsteiger-Parcours. Wir bahnten uns unseren Weg über diverse Brücken, schwingende Baumstämme, Schaukeln und andere Hindernisse und kletterten dabei auch immer höher. Ein großer Spaß, vor allem, weil alle Parcours am Ende einen langen Flying Fox haben, bei dem man in einem Netz oÄ. landet (solange man dabei keinen Schuh verliert… bzw. ihn krabbelnd wiederbeschaffen kann 😉 )

Der letzte Parcours den wir machten, befand sich schon ziemlich hoch über unseren Köpfen und bestand fast ausschließlich aus Flying Fox-Abschnitten: Mein absolutes Highlight zum Schluss! Wenn man in der Gegend von Whangarei ist, lohnt sich ein Ausflug hierher absolut!

Für uns ging es danach weiter Richtung Norden, nach Paihia. Die dortige Bay of Islands sollte malerisch schön sein und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Toilette mit Stil

Auf unserem Weg nach Paihia lag allerdings noch eine weitere kleine Sehenswürdigkeit… Deswegen sollte man zwar keinen großen Umweg fahren, aber falls man wie wir sowieso auf der Ecke ist, könnte man bei den Hundertwasser Toiletten in Kawakawa anhalten.

Der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser ist bekannt für seinen ausgefallen und sehr eigenen Kunststil, der viele geschwungene Linien, runde Formen, Keramikfliesen und Glaselemente beinhaltet. Und war ein großes Thema in meinem schulischen Kunstunterricht. Witzig, was man sich manchmal alles merkt und wiedererkennt. Dass er allerdings lange in Neuseeland (eben in Kawakawa) gelebt hat, wusste ich nicht mehr. Jedenfalls war es wohl die „schönste“ Toilette, die ich je betreten habe.

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