Neuseeland #13 – Entlang der Bay of Plenty & die Coromandel Halbinsel

Nun birgt das Tongariro Alpine Crossing viele Möglichkeiten, sich auf den 19,4 Kilometern den Fuß zu verdrehen, umzuknicken oder sich sonstige Verletzungen zuzuziehen. Man kann es aber auch machen wie ich, und sich das nach diversen erfolgreichen Auf- und Abstiegen für die letzten 1-2 Kilometern aufheben.

Rückblickend betrachtet insgesamt die bessere Alternative. Ich glaube nicht, dass mein Reisepartner mich Kilometerweit über Stock und Stein hätte tragen wollen… Aber ärgerlich genug, dass man auf den letzten Metern nachlässig wird. Da ich tatsächlich so blöd umgeknickt bin, dass ich ein paar Tage kaum laufen konnte, gibt es von unseren diversen Zwischenstopps entlang der Bay of Plenty im Norden kaum Fotos. Tolle Stellplätze gab es allerdings viele, ich kann es nur nicht beweisen 😉

Endlich wieder Wasser

Nachdem wir die letzten Tage ausschließlich in der Inselmitte und umringt von Vulkanen verbracht hatten, wurde es wieder Zeit für ein wenig Zeit am Meer. Wir fuhren zum Ohiwa Beach Holiday Park und hatten einen tollen Blick auf das Meer und die Bucht. Der Platz war meiner Meinung nach einer der besten, auf denen wir standen. Preislich im Rahmen, super sauber und gepflegt, tolle Duschen und eine wunderschöne, offene und mit Holz verzierte und verkleidete Küche.

Unser nächstes Ziel war das Dotterel Point Reserve. Ein Freedom Campingplatz am Ende einer Landzunge und direkt an den Dünen eines langen Sandstrand. Da für mich auch hier noch längere Spaziergänge ausfielen, konnte ich mich nur am Strand aufhalten (suuuper schade)… Ich sah dabei zu, wie plötzlich alle Schwimmer aus dem Wasser gerufen wurden, konnte aber keinen Grund erkennen. Offenbar waren zwei Haie im Wasser gesichtet worden?! Wir sahen dann tatsächlich ebenfalls zwei dunkle Schatten durchs Wasser gleiten und beobachteten die Haie ein wenig bei ihrem Streifzug durch das seichte Wasser… dahin zurück wollte dann später aber kaum noch jemand.

Mount Maunganui

Auf unserem Weg zum nächsten Stellplatz lag dieses kleine Städtchen auf unserem Weg. Den Mount Maunganui, der der Stadt ihren Namen verleiht, hatten wir schon beim Fahren entlang der Küste häufiger wie aus dem nichts aufragen sehen und ich hielt es für eine gute Idee, sich das mal genauer anzusehen. Die Wanderung um den Berg machte ich nicht, aber ein wenig am Strand auf und ab gehen, funktionierte gut. Auch die Einkaufsstraßen machten einen sehr sympathischen Eindruck. Mit gutem Sushi, einem interessanten Blick auf die Kreuzfahrtschiffe im Hafen, einem schönen Strand und netten Einkaufmöglichkeiten also ein rundum schönes Städtchen.

Wir deckten und mit Postkarten ein, um sie diese Mal ein wenig früher abzuschicken (im letzten Urlaub hatten wir manche Karten erst kurz vor Abflug am Flughafen geschrieben) und machten uns am Nachmittag auf den Weg in Richtung Tuapiro Reserve.

Auch hier hatten wir einen schönen, uneingeschränkten Blick aufs Wasser und viel Platz rund um unseren Stellplatz. Als das Wasser zum Abend zurückgegangen war, machten wir noch einen Spaziergang am Strand und beobachteten eine Gruppe Reiter, die hier entlang kamen. Rund um die Stadt Turanga gibt es offensichtlich viel zu tun und zu entdecken, ein sehr schönes Fleckchen von Neuseeland.

Coromandel – Der Touristen-Magnet

Die Coromandel-Halbinsel ist in jedem Ranking der Dinge, die man in Neuseeland unbedingt gesehen haben muss, ziemlich weit oben zu finden. Und auch wenn wir hier nicht allzu viel Zeit einplanten, einige Empfehlungen wollten wir schon abarbeiten.

Unser erste Ziel war der Hot Water Beach. Ein wirklich schönes Strand, wo wir wunderbar eine kleine Mittagspause einlegen konnten. Wir hatten allerdings im Vorfeld schon festgestellt, dass wir haute wohl leider zur falschen Zeit unterwegs sein würden. Wie vieles in Neuseeland sind auch die „Hot Water Pools“ hier von der Tide abhängig. Also nur zwei Stunden vor dem niedrigsten Wasserstand und zwei Stunden danach gut zu finden und zugänglich.

Gleiches galt auch für unseren nächsten Punkt in der Nähe des Hahei Beaches: Cathedral Cove. Auch oft DAS Bild, wenn man ein wenig nach Bildern aus Neuseeland und Coromandel schaut. Tatsächlich auch ein Spaziergang (vom Hahei Beach um ein paar Klippen bis zum bekannten Foto-Spot), den ich gerne gemacht hätte. Aber da das Wasser bei unserer Ankunft noch zu hoch stand und wir nicht stundenlang warten wollten, muss ich das wohl noch mal nachholen 😉

Cooks Beach & Coromandel Town

Von dort aus war es dann nur noch ein kurzer Sprung zu unserem Stellplatz am Cooks Beach für heute Nacht. Wieder ein Freedom Campingplatz für Self-Contained Fahrzeuge, so wie zuletzt auch, und das erste Mal, dass der Platz so schnell voll war, dass viele andere Camper wieder fahren mussten. Eine wirklich schöne Umgebung, wenn auch die öffentlichen Toiletten nur über einen Spaziergang von fünf Minuten zu erreichen waren.

In der Stadt „Coromandel“ waren wir dann auch. Ein hübsches, verschlafenes Städtchen, wo wir dann aber nicht viel Zeit verbrachten, sondern nur ein paar Souvenirs besorgten und einkaufen gingen.

Wir fuhren den Highway 25 entlang und besonders die Strecke von Manaia an die Bucht war wunderschön. Auch die Strecke an besagter Bucht entlang hätte es sein können, wenn uns andere Autofahrer nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Der Highway, bzw. hier die Thames Coast Road, ist super eng und die einzelnen Fahrspuren sind kaum breiter als unser Auto (1,60m schmal). Aus unserer Richtung kommend, fuhren wir im Linksverkehr direkt an den Klippen entlang und konnten die sehr kurvige Straßen nicht sonderlich weit hinunter sehen… Das sorgte für den einen oder anderen Herzinfarkt, wenn vor uns ein Anderer die Kurve schnitt, unverschämt knapp wieder einscherte oder wir einem breiten Wohnwagen begegneten.

Wir waren beide froh, als sich die Straße kurz vor dem Städtchen Thames langsam wieder verbreiterte und auch mehr Möglichkeiten zum ausweichen gegeben waren. Angekommen in Kaiaua, unserem heutigen Ziel, gönnten wir uns erstmal ein Glas Whiskey und genossen den friedlichen Blick über die Bucht. Ein bisschen wenige Nervenkitzel hätte es auch getan…

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