Australien #3 – Blue Mountains

Auf in die Berge! Bei einem Roadtrip durch Australien war mir sicher nicht als erstes eingefallen, einen Abstecher in die Berge zu machen. Je länger ich mich aber mit den Blue Mountains beschäftigt hatte, desto einen größere Reiz übten sie auf mich aus.

Genauer gesagt fuhren wir zu den „Katoomba Falls“! Eigentlich bin ich kein großer Fan von Reiseratgebern und Büchern, die einem sagen, was man schön zu finden hat… Mit den Ratgebern von „lonely planet“ hatte ich allerdings schon in Irland gute Erfahrungen gemacht und so besorgte ich mir auch die 1200 Seiten starke Version über Australien. Wenn man ein wenig liest und nebenbei Google bemüht, findet man so auf jeden Fall einige sehenswerte Stopps.

Unter anderem deswegen machten wir von Sydney aus einen Abstecher in die Blue Mountains. So führte uns der Weg zwar erstmal weiter weg von der Küste, aber wir hatten ja die Zeit. Das zweitwichtigste Tool in diesem Urlaub sollte die App „CamperMate“ sein, die sowohl auf dem Navi (vorinstalliert durch den Vermieter), als auch auf dem Handy, über Offline-Karten funktionierte. So macht sie die Suche nach dem nächsten Campingplatz zum Kinderspiel, an dieser Stelle eine absolute Empfehlung! Neben Campingplätzen (und diversen anderen Unterkünften) zeigt die App zuverlässig1 Einkaufsmöglichkeiten, WLAN Hotspots und Sehenswürdigkeiten offline an und spielt die Adressen direkt ins Navi.

Linksverkehr und kurvige Straßen

Das Fahren im Linksverkehr war schon nach kurzer zeit gar nicht mehr wirklich „seltsam“. Zu laut darf ich das allerdings gar nicht sagen, denn ohne Führerschein und somit ohne nennenswerte Erfahrung im Straßenverkehr generell, war ich als Beifahrer auch weitaus weniger abgelenkt. Nach diversen Serpentinen und Höhenmetern stellten wir das Auto dann auf einem Platz direkt gegenüber des Eingangs zu den Katoomba Falls ab.

 

Unsere Heckklappe ließ sich nach oben öffnen, sodass wir darunter während der Reise entweder trocken blieben, Schatten fanden oder ein wenig vom Wind geschützt waren. Heute hielt sie den Regen ab und wir hatten von der Liegefläche aus trotzdem irgendwie das Gefühl, draußen zu sein. Irgendwann ließ der Regen nach und wir machten uns auf den Weg, den Wasserfall aufzusuchen. Hierbei machte es der Nebel echt schwer, über das (eigentlich) offene Tal zu blicken- oder generell weiter als 20-30m. Vielleicht war das auch gut so, denn so konnten wir nicht direkt erkennen, wie viele Stufen tatsächlich vor uns lagen. So entwickelte sich die gut gemeinte Warnung „Alles was wir jetzt runterlaufen, müssen wir nachher auch wieder hoch“ zu einem kleinen Running Gag.

Nichtsdestotrotz waren die Wasserfälle die Strapazen wert und der Nebel schaffte eine sehr besondere Atmosphäre. Eigentlich genau richtig für einen Tag in den Bergen.

„Wir fliegen nach Sydney und fahren dann an der Küste entlang nach…“

So begannen meine Sätze immer dann, wenn mich jemand nach meinen genauen Urlaubsplänen fragte. War auch so geplant, aber dann gefielen und die Blue Mountains einfach zu gut. Und so wurden aus einem kurzen Abstecher in die Blue Mountains zwei tolle Tage mit fabelhafter Aussicht, frischem Apfelkuchen und 1000 Höhenmetern.

Am zweiten Tag starteten wir in Richtung Wentworth Falls, um den dortigen Wasserfall zu sehen. Zuerst verschlug es uns allerdings ganz ins die Nähe zum „Echo Point“. Dies ist der wohl bekannteste Aussichtspunkt für einen Blick auf die Bergformation „Three Sisters“. Inzwischen hatte sich der Nebel soweit gelichtet, dass wir direkt einen guten Blick auf die drei interessant geformten Bergspitzen hatten. Da das Wetter gut war, machten wir uns abseits des Aussichtspunkts noch auf den Weg zur Honeymoon Bridge. Von dort aus führt eine steile Treppe weiter auf die eine der Three Sisters-Spitzen, die ansonsten nicht begehbar sind.

Der Ausblick war klasse und das Treppensteigen nicht allzu anstrengend- sich so zwischen den massigen Felsen zu bewegen, war schon spannend. Wir ahnten ja nicht, dass es nur wenig später noch viel naturbelassener und interessanter würde. Am Parkplatz der Wentworth Falls angekommen, entschieden uns für eine gemäßigte Wandertour zum „Princess Lookout“. Dort angekommen beschlossen dann, dass der „Undercliff Walk“ ebenfalls sehr gut klang. Hierfür wurden wir tatsächlich belohnt, die Pfade und Wege waren grade einmal so befestigt, dass man sie gefahrenlos meistern konnte, wirkten aber größtenteils naturbelassen und rau. Der Undercliff Walk machte seinem Namen dann auch alle Ehre und führte unter herabhängenden, grün bewachsenen Felsen bis zum Wasserfall.

Leckerer Zwischenstopp

Insgesamt waren wir gar nicht so lange unterwegs, wie es die Karten und Wegweiser glauben machten. Wie müde wir waren merkten wir erst sehr viel später, angekommen am nächsten Camping Platz. Für den Weg dorthin nahmen wir einen „kleinen“ Umweg in Kauf: Schließlich hatten wir gelesen, dass die Bells Line of Road eine malerische Straße durch die Blue Mountains sein sollte, die einen fantastischen Blick ins Tal zeigte.

Mehr oder weniger zufällig (vielleicht auch durchaus mit der Hilfe von CamperMate) fanden wir den Weg zum wundervollen kleinen „Pie in the Sky“. Hier erstanden wir einen hervorragenden und grade frisch gebackenen Apfelkuchen und legten eine kleine Pause legten.

Der Blick ins Tal und die kleinen Orte entlang der Straße, waren dann tatsächlich so schön wie versprochen. Deswegen fiel es auch kaum auf, dass wir heute recht viel Zeit im Auto verbrachten und einige Kilometer zurücklegten.

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