Australien #2 – Sydney

Nachdem wir am ersten Tag das Auto geholt hatten und einkaufen waren, erkundeten wir unseren ersten Stellplatz. Wir hatten für Sydney im Lane Cove Tourist Park reserviert und waren durchaus zufrieden mit der Auswahl. Vernünftige Duschen, WLAN im Gemeinschaftsraum und (für den Komfort in den ersten Tagen) einen Platz mit direktem Stromanschluss. Das alles machte und das Ankommen so sehr erträglich, dass wir erstmal ein Mittagsschläfchen einlegten.

Das Wetter auch regnerisch und so gar nicht sommerlich, sodass wir erstmal auch nicht viel verpassten. Dieses Nickerchen dauerte dann allerdings bis 18:00h, sodass wir nur noch einmal die nähere Umgebung erkunden gingen und dann wieder zum Camper zurückkamen. Hier war unser erstes Essen dann ganz klassisch: Nudeln mit Bolognese. Danach ließen wir den Abend ruhig ausklingen und schliefen früh, damit wir am nächsten Tag auch früh in die Stadt fahren konnten. Schließlich sollte das Wetter wesentlich besser werden und wir wollten endlich Sydney sehen!

Hallo anderes Ende der Welt!

Über die Harbour Bridge zu laufen und das Opernhaus zu sehen, machte einem doch sehr schlagartig bewusst, dass man am anderen Ende der Welt ist. Sehenswürdigkeiten, die man sonst nur von Bildern oder Filmen kennt, sind plötzlich ganz nah, was sich im ersten Moment ziemlich surreal anfühlt.

Wir stiegen am „Milsons Point“ aus, der Haltestele direkt am nördlichen Ende der Harbour Bridge. Von dort aus konnten wir zu Fuß über die Brücke gehen und sehen, wie sich der Hafen langsam vor uns ausbreitete. Das Wetter war hervorragend und so zeigte die Skyline aus Wolkenkratzern und Opernhaus alles, was man sich erhofft hatte. Wir verließen dir Brücke und machten einen kurzen Spaziergang durch das Viertel „The Rocks“, wo wir einen kleinen Kunstmarkt fanden. Die kleinen Stände hatten wenig von dem üblichen „Krimskrams“, den ich sonst auf Straßenfesten oder Flohmärkten erwarten würde. Im Gegenteil, wir fanden schöne Handwerkskunst und kreativ gefertigte Schmuckstücke und Mitbringsel. Das angebotene Essen sah ebenfalls verführerisch aus, allerdings waren wir leider noch sehr satt vom Frühstück.

Der Kamera wird es zu warm

Vorbei am Circular Quay führte uns unser Weg erst einmal in das naheliegende Geschäftsviertel in Richtig Martins Place. Währenddessen beschloss meine Kamera leider, dass es ihr für heute reichte (oder zu warm war?), weswegen ich nur noch das Handy zur Verfügung hatte. Die Bildqualität der Handys ist heutzutage ja auch beachtlich, aber hätte ich mich darauf verlassen wollen, hätte ich keine 3kg an Fotoequipment dabei gehabt. Ein Moment allerdings, der mich dazu brachte, in den nächsten Tagen nur noch ein Zoom-Objektiv dabei zu haben und meinen Batteriegriff mit einem zweiten Akku zu nutzen.

Zurück zum Thema! Da wir an einem Sonntag unterwegs waren, erwartete ich eigentlich, dass es gar nicht so viel geöffnete Läden gab. Ich hatte die Australier komplett unterschätzt- oder war zu sehr an die Ladenöffnungszeiten in Deutschland gewöhnt. Es zeigte sich, dass geöffnete Läden an 7 Tagen die Woche nichts ungewöhnliches war. Und das erwies sich als sehr praktisch, da man sich so (insbesondere im Urlaub, wo Wochentage eh irgendwann durcheinander geraten) keine Gedanken um Einkäufe machen musste. Am Martin’s Place war es trotzdem ruhiger als erwartet, was sich am Darling Harbour dann schlagartig wieder ins Gegenteil verkehrte.

Mittagspause

Wir suchten uns ein kleines Restaurant am Darling Harbour und gönnten uns einen kleinen Snack und ein kühles Bier. Später machten wir unseren Weg über die dortige Pyrmont Bridge und nahmen die Wäre zurück zum Circular Quay, von wo aus wir endlich weiter zum Opernhaus liefen. Das Sydney Opera House ist natürlich nicht mehr das modernste (Baubeginn 1959, Eröffnung 1973) was sich bei genauerer Betrachtung der Kacheln und Inneneinrichtung zeigt, aber mit Sicherheit auch deswegen absolut imposant! Die öffentlichen Bereiche machen definitiv Lust auf einen richtigen Besuch des Hauses, das seinen ganz eigenen Charme hat.

Um noch einen besseren Blick die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Sydney zu haben, liefen wir entlang des Royal Botanic Garden bis zur Landspitze bei „Mrs Macquarie’s Chair“. Von hier hatten wir tatsächlich eine wunderbare Aussicht auf den Hafen und ein Hochzeitsshooting, das zeitgleich stattfand.

Zurück am Circular Quay besorgten wir uns etwas zu essen und warteten auf die Fähre nach Manly. Die Fährfahrt ist im normalen Tagesticket für den ÖPNV in Sydney inbegriffen und dauert circa 40-45 Minuten. Ein Tagesticket am Sonntag kostet übrigens nur 2,60$, an allen anderen Tagen sind es 15,40$.

 Abendstimmung und Sonnenuntergang

Von der Fähre aus bot sich ein toller Blick über den Hafen. Da ich sowieso ein Faible für Bootsfahrten hab, war das ein besonders schöner Abschluss des Tages. Vom Fähranleger in Manly aus sind es nur circa zehn Minuten durch eine nette Fußgängerzone bis zum Strand. Abends scheint er auf Einheimische und Touristen eine besondere Anziehungskraft auszuüben, denn mit der Zeit wurde es immer voller. Wir verbrachten einige Zeit am Strand und machten uns so rechtzeitig wieder auf den Weg zurück, dass wir den Sonnenuntergang über Sydney von der Fähre aus sehen konnten.

So ging langsam aber sicher ein schöner Tag in der Millionenmetropole Sydney zu Ende. Wir hatten beschlossen, erstmal genug gesehen zu haben, obwohl Sydney sicher Programm für mehr als nur einen Tag bietet. Allerdings wollten wir am nächsten Tag weiter in die Blue Mountains fahren und hatten auch nicht das Gefühlt, etwas verpasst zu haben.

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