Eat The World – Die Kulinarische Stadtführung

Beitragsbild Eat The World

Dieses Mal will ich gar nicht so weit in die Ferne schweifen: Heute bot sich mir und einigen Freundinnen eine schöne Möglichkeit, die eigene Stadt mal ein wenig anders zu betrachten. Wir nahmen an einer „Kulinarischen Stadtführung“ teil und ließen es uns bei einem Spaziergang durch Ottensen gut gehen…

Hamburg mal anders

Die sogenannten „Eat The World-Touren“ sind eine tolle Möglichkeit, die eigene Stadt neu kennenzulernen. Touristen bieten sie auch eine schöne Möglichkeit, ihr Reiseziel fernab der typischen, ausgetretenen Pfade zu erkunden.

Drei Stunden dauert eine Tour, die hier in Hamburg durch jeweils einen Stadtteil führt. Angeleitet von einem Guide erfährt man viel über Stadtentwicklung und bekommt kleine, inhabergeführte kulinarische Geheimtipps vorgestellt. Auf unserer Ottensen-Tour waren wir in sieben Cafés oder Restaurants, in denen es jeweils eine typische, hausgemachte Kleinigkeit zum probieren gab.

Wer sich selbst auf eine Tour begeben und sich überraschen lassen möchte, sollte gleich nicht weiterlesen. Den anderen, die ein wenig Inspiration suchen, seien die Links im Beitrags empfohlen. Sie geben einen kleinen Einblick in unsere Tour, sodass ihr im besten Fall selbst Lust bekommt eine davon mitzumachen bzw. den Läden auch so einen Besuch abzustatten.

Drei unserer sieben Stationen möchte ich hier nämlich kurz vorstellen, da sie meine Highlights des Tages waren. So verrate ich hoffentlich auch nicht zu viel 😉

Ach du Liebes Bisschen!

Je nach Wochentag und Öffnungszeiten der Läden, können die Stationen einer Tour variieren. Wir waren an einem Sonntag in Ottensen unterwegs, sodass einige kleine Manufakturen (bspw. Bonscheladen und Jö Makrönchen) leider geschlossen hatten. Beide kannte ich allerdings auch schon von früheren Besuchen und freute mich daher auf einiges Neues. (Ob nun auf einer Tour oder privat- ich kann einen Besuch in beiden Läden absolut empfehlen.)

Wir starteten mit einer kurzen Einführung durch Jutta, die uns die nächsten Stunden durch das schöne Ottensen führen würde. Auch an dieser Stelle ein dickes Lob: Wir erlebten eine sympathische und aufgeschlossene Frau, die uns fast 3,5 Stunden von einer leckeren Kleinigkeit zur anderen führte und uns auch noch einiges Wissenswertes zum Stadtteil erzählen konnte.

Unsere erste Station war das Liebes Bisschen am Spritzenplatz. Hier war extra ein großer Tisch für uns reserviert und während wir in dem Kochbuch der Inhaberin stöbern durften, bekamen wir kleine Cupcakes als „ersten Gang“. Es ist nicht zu viel verraten, wenn ich sage, dass wir von dem Laden, der Auslage und den Cupcakes zu begeistert waren, dass wir nach der Tour noch mal auf ein Kaffee und ein Stück Kuchen zurück kamen. Wie wir das noch essen konnten, obwohl wir vorher durch die Tour gut satt waren? Keine Ahnung… vielleicht ist das der separate Nachtisch-Magen, von dem man öfter mal hört… 😉

Die Kulinarische Stadtführung führt uns nach Portugal

Weiter ging es im Ribatejo, einem portugiesischen Café und Restaurant. Hier wurde uns gesagt, dass wir einem Moment länger verweilen würden und gerne etwas zu trinken bestellen durften. Die Speisen waren im Preis der Tour inbegriffen, die Getränke mussten allerdings selbst gezahlt werden. Da das zu Beginn direkt erklärt wird und ich den Tour-Preis mit 33,-€ (7 Kleinigkeiten, 3 Stunden Tour) angemessen finde, war das auch kein Problem. Hier gab es „Pastéis de bacalhau“, typische portugiesische Stockfischkroketten, die hervorragend zu dem bestellten Weißwein passten.

Hier wurden nun auch zum ersten Mal unterschiedliche Speisen serviert. Beim buchen der Tour kann nämlich angegeben werden, ob man vegetarisch lebt. Für Vegetarier werden dann extra Kostproben bereitgehalten und serviert. Weitere Einschränkungen oder Intoleranzen können nicht garantiert bedient werden, so wie wir es erlebt haben, wird sich allerdings große Mühe gegeben, darauf einzugehen.

Mehr dazu gibt es hier: Fragen und Antworten zu Tickets, Speisen usw.

Auf in die Zeisehallen!

Ich war zwar schon öfter in den Zeisehallen, allerdings wusste ich bis dato nur wenig über die Ursprünge dieser alten Hallen. Dies sollte sich heute ändern und ich war überrascht über die interessante Familiengeschichte. Nach einigem Futter für das Gehirn, kehrten wir im Eisenstein ein, wo wir uns das zweite Glas Wein dazu bestellten und drei leckere Pizzen probieren durften. Wir kosteten eine Pizza mit Peck und Ziegenkäse, eine Variante mit Graved Lachs und Creme Fraiche und eine vegetarische Pizza mit Rucola.

Ich verzichtete gerne auf das Stück mit Rucola und tausche gegen Speck und Ziegenkäse- so war auch wieder für alle gesorgt 😉

So viel zu den drei besten Läden in denen wir meiner Meinung nach waren. Ich hoffe, der eine oder andere hat nun selbst Lust auf eine solche Eat The World Tour bzw. Kulinarische Stadtführung bekommen. In vielen anderen deutschen Städten kann man diese ebenfalls buchen und ich werde bestimmt mal die Möglichkeit nutzen, eine Stadt auf diese Weise kennenzulernen. Auch in Hamburg werden wir uns so bestimmt noch einmal umschauen.

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