Barcelona – Tag 3

„Früh aufstehen“ zieht sich wirklich durch diesen Barcelona Urlaub. Trotzdem (und vor allem wegen ruhiger Nächte aufgrund von netten Zimmergenossen im Hostel) war ich nicht müde und genoss das mildere Klima in den früheren Tagesstunden. Also alles richtig gemacht.

Heute ging es zum Park Güell, einem weiteren Kunstprojekt von Dalí. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, ebenso wie weite Teile davon. Möchte man allerdings auf die berühmte Aussichtsplattform, muss man ein Ticket lösen. Der Zutritt ist zudem limitiert- während ich durch den Park streifte, standen viele Besucher in einer langen Schlange an, um ein halbe Stunde lang auf die Plattform gelassen zu werden. In dem Moment hatte ich beschlossen, mir das nicht anzutun. Der Blick, den ich von anderen Teilen des Parks hatte, war wahrscheinlich ähnlich schön und für mich absolut ausreichend.

Ein Touristisches Highlight jagt das andere

Vom Park machte ich mich auf zur Sagrada Familia, DEM top Highlight aus jedem Barcelona Reiseführer. Wie man vielleicht schon festgestellt hat, hatte ich allerdings oft nicht viel übrig für die viel angepriesenen touristischen Tipps. An ihnen hatte man sich gefühlt schon durch die ganze Werbung satt gesehen. Ebenso folgte ich lieber persönlichen Empfehlungen, so wie gestern bei meiner tollen Wandertour über den Montjuïc. Da gewesen sein wollte man allerdings natürlich trotzdem, dem konnte ich nicht nicht erwehren.

Klar, die berühmte, von Gaudí begonnene und bis heut nicht fertig gestellte, Basilika ist ein echter Blickfang. Vom nahegelegenen Park hat man auch einen sehr schönen Blick auf das Bauwerk, welches mit seinen hohen Türmen und kunstvoll verzierten Außenmauern tatsächlich sehr imposant ist. Allerdings steht man rund um die Basilika (auch in der Nebensaison) dicht an dicht mit vielen anderen Touristen und da ich befürchtete, dass es drinnen nicht anders sein würde, verzichtete ich auf mein Eintrittsticket und machte mich auf die Suche nach etwas zu essen. Dazu fuhr ich zurück ins Barri Gotic.

Schokoladenparadies

Zuerst musste ich aber dringend andere menschliche Bedürfnisse befriedigen, wurde aber auf der Suche nach einer öffentlichen Toilette nicht wirklich fündig. Mehr oder weniger zufällig lief ich dann am Historischen Museum von Barcelona (Museu d’Història de Barcelona) vorbei. Ich hatte nicht unbedingt geplant es zu besuchen, allerdings war es mir auf der Liste der Attraktionen, die ich mit meiner Barcelona Card kostenlos besuchen konnte, bereits ins Auge gefallen. Ich nutzte kurzerhand die Chance, schloss meine Sachen weg und suchte die Örtlichkeiten auf. Danach streunte ich noch über eine Stunde durch die Stadtgeschichte von Barcelonas und war positiv überrascht von der liebevoll gestalteten Ausstellung.

Inzwischen war ich natürlich so richtig hungrig, weswegen ich in der Xocolateria einkehrte: Der Aushang zur Straße war einfach zu verlockend. Hier gab es die unterschiedlichsten Köstlichkeiten (Crêpes, Waffeln, Eis etc.), Hauptsache sie wurden mit Schokolade gereicht. Ich entschied mich für einen herzhaften Crêpe (es gibt tatsächlich auch Varianten ohne süßes Topping), sowie spanische Churros mit einer heißen flüssigen Schokolade. Eigentlich war das viel zu viel, aber es war auch zu gut, um es stehen zu lassen 😉

Auf meinem Spaziergang zurück ins Hostel besuchte ich noch die Basilica Santa Maria del Mar und ein weiteres Mal den Markt La Boqueria an den Ramblas, bevor ich meine übliche Siesta einlegte.

Font Màgica

Wie bereits gestern angedeutet, stattete ich dem Museu Nacional d’Art Catalunya heute Abend einen weiteren Besuch ab. Die Wasserlichtspiele inklusive Musik hier sollten ein wunderschöner Abschluss meiner Reise sein. Die Stimmung rund um den Brunnen war fröhlich und gelöst, auch wenn hier eigentlich mehr Menschen versammelt waren, als Platz finden sollten. Ich ergatterte einen guten Platz auf den Treppen und konnte dem Treiben so entspannt folgen. Je nach Jahreszeit variieren die Zeiten der Spiele, deswegen sollte man seinen Besuch hier also unbedingt planen!

Am nächsten Morgen musste ich mich gegen 05:00h schon wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Deswegen trat ich heute nach den Wasserlichtspielen auch direkt den Rückweg ins Hostel an. Ich packte meine Sachen zusammen und versuchte die letzte Nacht zu genießen, bevor es zurück in den Alltag ging.

Ich gebe zu, ich wollte möglichst zentral und gleichzeitig günstig unterkommen. Daher habe ich mich auch in einem 8-Bett-Zimmer eingemietet. Glücklicherweise waren höchstens vier andere Betten belegt während der Tage. Das lag natürlich auch daran, dass ich von Montag bis Donnerstag unterwegs war. Deswegen hatte ich natürlich auch den Vorteil, dass es generell sehr ruhig war. Ich würde aber auch immer wieder Mehrbettzimmer buchen; auch wenn ich mir so viele Dinge vorgenommen hatte, dass ich nicht unbedingt  Zeit hatte, neue Leute kennenzulernen, die Gemeinschaft beim Frühstück oder abends ist ja ganz nett.

50% sind manchmal nicht genug

Am Morgen kam dann doch noch etwas Hektik auf. Eigentlich dachte ich, genug Zeitpuffer zu haben, aber da hatte ich auch nicht mit meiner Ankunft am falschen Terminal gerechnet. Mir war zwar klar, dass ich das Abfluggate erst am Flughafen erfuhr, allerdings hatte ich übersehen, dass ich das Terminal sehr wohl schon meinem Boarding Pass entnehmen konnte. So hatte ich eine 50-50 Chance vertan und musste mich beeilen, zum Bus-Shuttle und zum anderen Terminal zu kommen.

Das klappte allerdings hervorragend und ich hatte sogar noch Zeit für ein kleines Frühstück. Zurück in Hamburg würde ich mich dann beeilen müssen, nach Hause zu kommen. Für circa eine Stunde nach meiner Landung hatte der Heizungsableser seinen Termin angekündigt. Deutscher konnte der Urlaub nicht zu Ende gehen…

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