Barcelona – Tag 2

Heute stand zum Start in den Tag eine schöne Wanderung auf meinem Plan. Eine Freundin hatte während ihres Barcelona-Urlaubs mehr oder weniger zufällig diesen Weg gewählt und war begeistert von dem, was sie gefunden hatte.

Daher habe ich mich nach einem kurzen Frühstück auf den Weg in Richtung Montjuïc gemacht. Hinunter geht es ja immer weniger beschwerlich, als hinauf, also wählte ich die bequeme Variante und fuhr mit der Seilbahn (Telefèric de Montjuïc) auf den Berg. Um zur Haltestelle zu gelangen bin ich von der Station Paral·lel mit der Seilbahn Funicular das erste Stück hinauf gefahren. Diese erste Strecke kann mit der normalen Fahrkarte gemacht werden und auch von hier hätte man bereits einen schönen Ausgangspunkt, um seine Wanderung zu starten.

Nur fliegen ist schöner

Es dauerte kurz, bis ich der Dame am Counter verständlich machen konnte, dass ich wirklich nur ein One-Way-Ticket lösen wollte. Das kommt anscheinend nicht häufig vor- und zugegeben, ein Ticket für Hin- und Rückfahrt wäre nicht unbedingt viel teurer gewesen, aber ich wollte nunmal den Weg nach unten zu Fuß antreten. Nach den ersten Metern ist die Aussicht aus der Gondel dann bereits phänomenal. Der Blick reicht über ganz Barcelona und man muss sich nicht sonderlich anstrengen, um die ersten Sehenswürdigkeiten, die Berge und den Strand zu entdecken.

Oben angekommen entschied ich mich dagegen, dass Castell de Montjuïc besichtigen, sondern find lieber an, dieses zu umrunden und dem Container- und Güterhafen meine Aufmerksamkeit zu schenken. Das Wetter war phantastisch und der knallenden Sonne war meine kleine Wanderung mehr als angenehm.

Meine Kamera war leider anderer Ansicht. Den Akkus war es wohl schlicht und ergreifend zu warm, aber wenigstens meine kleine Panasonic blieb mir treu. Zuerst begegnete uns dann ein kastenförmiges Gebilde, welches ich auf den ersten Blick gar nicht erkannte. Der zweite Blick offenbarte es als großen Friedhof mit unglaublich vielen übereinander angebrachten Grabstätten.

Als nächstens fand ich das ehemalige Olympiastadion, von dem ein Teil täglich zur Besichtigung geöffnet ist. Hier gibt es ein kleines Café und ich gönnte mir ein Eis im Schatten, bevor es weiterging.

Kunstmeile

Um der heißen Mittagssonne zu entgehen, besuchte ich das Museum von Joan Miró. Zwei Bilder von ihm hatten sich früh in mein Gedächtnis eingebrannt, da diese sich im Behandlungsraum meiner ehemaligen Physiotherapie-Praxis befanden. Dass ich das Museum mit meiner Barcelona-Card kostenlos besuchen konnte, war ein weiterer Grund, einen Blick auf seine weiteren Werke zu werfen. Ich wurde angenehm überrascht: Vieles kam mir skurril und seltsam vor, aber so gut wie alle Arbeiten luden zum nachdenken ein. So verbrachte ich eine gute Stunde hier, bevor ich zum nächsten kulturellen Hotspot aufbrach…

Das Museu Nacional d’Art de Calatunya ist nicht nur von außen ein beeindruckender Bau. Hier verbrachte ich zwar nicht so viel Zeit, wie erwartet, aber dennoch entdeckte ich viele interessante Kunstwerke aus verschiedensten Zeitepochen der Katalanischen Geschichte. Auch hier hatte man mit der Barcelona-Card freien Eintritt, weswegen sich ein Besuch doppelt lohnte.

Außerdem liegt es auf dem perfekten Weg den Montjuïc hinunter zum Plaça Espanya. Außerdem kommt man hier an einem großen Springbrunnen vorbei, der am Tag weitaus unscheinbarer daherkommt, als am späten Abend. Die Font Màgica zeigt abends dann nämlich eine schöne Lichtshow, untermalt mit Musik- aber dazu morgen mehr.

Eine Siesta hat noch niemandem geschadet

Wie gestern auch, bin ich nach der ersten Tageshälfte zurück ins Hostel und habe für ca. 2 Stunden eine kleine Pause eingelegt. Der kleine Pool auf der Dachterrasse bot eine willkommene Abkühlung und das klimatisierte Zimmer sorgte für ein angenehmes Nickerchen. So habe ich die heißesten Stunden des Tages nicht mitbekommen und konnte danach gut gestärkt und frisch in die Abendaktivitäten starten.

Mein zweiter Ausflug heute ließ sich gut mit einem Abstecher an den Strand kombinieren. Es verschlug mich zum Arc de Triomf und dann weiter hinunter zum Parc de la Ciutadella. Eine große grüne Oase inmitten dieser doch sehr Architektur-lastigen Stadt, die einem wieder Luft zum atmen gab.

Mein eigentliches Ziel heute Abend war jedoch der Strand. Der Stadtstrand von Barcelona war tatsächlich zu vergleichen mit dem von Hamburg. Hier befanden sich zwar weitaus mehr Bars und Sonnenbrillen-Verkäufer, aber grundsätzlich konnte man hier auch ein paar schöne, ruhige Stunden verbringen. Ich war allerdings ein wenig spät dran und so reichte es lediglich für einen kurzen Ausflug ins Meer und das in-der-Sonne-trocknen, bevor es das für heue mit der Sonne gewesen sein sollte.

Aber das war nicht schlimm, es wartete ja noch ein weiterer Tag mit tollem Wetter auf mich, der wieder früh beginnen sollte. Deswegen packte ich meine Sachen und machte mich recht früh auch wieder auf den Weg zurück ins Hostel…

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