Barcelona – Tag 1

Da ich relativ spontan gebucht, und auch am Wochenende vor dem Abflug noch gearbeitet hatte, nutzte ich erst den Hinflug, um ein wenig in meinen geliehenen Reiseführern zu stöbern. Natürlich hatte ich mich vorher schon über Barcelona informiert und mich auch nicht umsonst für die Stadt entschieden… Auch einige Tipps hatte ich bekommen, richtige Pläne gab es aber noch nicht.

Ich las einige Empfehlungen über Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps und schrieb mir einige Punkte auf, die ich unbedingt sehen wollte. Ich versuchte, diese sinnvoll auf die kommenden Tage aufzuteilen. Für heute suchte ich dann insbesondere Sehenswürdigkeiten, Restaurants etc. heraus, die in der Nähe meines Hostels lagen und die ich zu Fuß erkunden konnte.

Suchet, und ihr werdet finden

Zuerst einmal musste ich mich aber nach der Landung am Flughafen zurechtfinden. Grundsätzlich würde ich behaupten, dass ich über einen guten Orientierungssinn verfüge und mich auch an fremden Orten gut zurechtfinde. Flughafenbeschilderung kann jedoch nach zwei Arten angebracht werden: Hilfreich für Fremde, da man diese im Land Willkommen heißt, oder eben das genaue Gegenteil. Im ersten Moment war hier Letzteres der Fall, weswegen ich mich etwas schwer tat. Der Counter, an dem ich meine Barcelona Card abholen sollte hieß allerdings völlig anders, als in meinen Unterlagen, Informationsschalter waren sowieso nicht sonderlich hilfreich ausgeschildert und den Bus fand ich nur durch etwas Glück beim ersten Versuch.

Dass ich nicht alleine damit war, wurde mir später mehrmals deutlich: Ich wurde beim Warten an der Bushaltestelle immer wieder nach Hilfe gefragt. Ich saß zwar auf meinem Koffer und kann auch ansonsten nicht behaupten, sonderlich „südländisch“ auszusehen, trotzdem schien ich offenbar ortskundig und des Spanischen mächtig. Oft konnte ich dann durch meine eigene Suche tatsächlich helfen, genauso oft musste ich aber auch verneinen und fragte mich, warum die Leute ausgerechnet mich ansprachen.

Las Ramblas

Der Weg vom Flughafen in die Stadt war mehr als entspannt. Ich hatte allerdings den Weg vom Plaça de Espanya zum Hostel etwas unterschätzt, aber das Wetter war sehr angenehm und es gibt wesentlich schlimmeres, als über die schöne Allee Gran Via de les Corts Catalanes zu spazieren. Im Hostel angekommen checkte ich nur kurz ein, schnappte mir meine Kamera und ging direkt wieder los. Tatsächlich benötigte ih nur fünf Minuten zu meinem ersten Ziel…

Mein Weg führte mich dann über den Plaça de Catalunya zum Anfang der legendären Ramblas. Die Ramblas gelten als Barcelonas schöne Flaniermeile: Vom Plaça de Catalunya geht es über diese ca. 1,2 Kilometer lange Straße direkt hinunter zum alten Hafen. Sie ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, wobei die Buden und Cafés preislich sicher im oberen Segment anzusiedeln sind. Touristen finden hier auch jegliche Formen von Souvenirs und alle möglichen Urlaubserinnerungen. Hierfür sind Buden direkt auf dem ausgebauten Mittelstreifen zwischen den Fahrspuren zu finden. Man sollte aber auch die Ladenzeilen an den Häusern nicht außer acht lassen, hier verstecken sich ebenfalls kleine Schätze.

Ist man auf den Ramblas unterwegs, lohnt sich ein Abstecher auf den Markt „La Boqueria„. Hier finden sich alle möglichen Köstlichkeiten von frischem Fleisch und fangfrischem Fisch über selbst gemachten Käse und sonnengereiften Früchte. Hier kann man wirklich eine ganz schön lange Zeit verbringen und sich durchprobieren, ohne dass man einen Gang zweimal gegangen ist.

Prädikat: Künstlerisch wertvoll

Der weitere Gang hinunter zum Hafen verbrennt dann wieder einige der zugelegten Kalorien. Hier hat man einen schönen Blick von der Columbus-Statue und kann noch eine Weile am Hafen unter Palmen entlang wandern. Für mich neigte sich der Tag hier nun schon langsam dem Ende zu. Ich machte mich auf dem Rückweg ins Hostel noch auf der Suche nach etwas zu essen und ging dann früh schlafen. Es warteten schließlich noch zwei vollgepackte Tage auf mich, für die ich fit sein wollte. Außerdem war es sicher eine gute Idee, früh in den Tag zu starten, wenn es noch nicht so warm war.

Über Kunst und Geschmack lässt sich ja vortrefflich streiten. Und Barcelona bietet hierfür an fast jeder Straßenecke eine neue Möglichkeit. Das Stadtbild ist geprägt von den Einflüssen vieler verschiedener Künstler. Unter anderem verewigten sich hier Miró, Dalí, Picasso oder Gaudí. Insbesondere Gaudí ist hier immer wieder präsent, prägte er doch Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia das Casa Batlló oder den Park Güell. Interessiert man sich für Kunst, findet man hier viele Gleichgesinnte, mit denen man stundenlang philosophieren kann. Aber auch ohne großes Interesse für den Künstler oder irgendwelche Hintergründe, erfreut man sich an ihrem Anblick und der teilweise skurril anmutenden Darstellung.

Deswegen, und das wird nach kurzer Zeit klar, ist Barcelona ein tolles Ziel für jede Art von Urlaub. Mehr zu meinem Ausflug in die Welt der Künste gibt es in den weitere Beiträgen 😉

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