Australien #8 – Postkartenwetter in Merimbula

Wir fuhren ohne viele Zwischenstopps durch und erreichten Merimbula bei bestem Postkarten-Wetter. Es war so angenehm, dass wir uns zum ersten Mal unsere Badesachen griffen und uns Richtung Strand aufmachten. Das Wasser war herrlich und so hatten wir heute auch endlich Freunde und Familie endgültig neidisch gemacht, die bei Wintereinbruch frierten, während wir bei bestem Sonnenschein im Meer badeten.

Glaube nur, was du siehst

Aber merke: Wenn das Personal dir schon die Chance gibt, dir deinen Stellplatz selbst auszusuchen… tu es! Wir hatten am Infotresen die Wahl zwischen zwei Stellplätzen und entschieden und dann ohne lange Bedenkzeit (und ohne Nachsehen) für den Platz, von dem die Mitarbeiterin begeistert schien. Wir standen dann auch direkt an den Klippen zum Meer… Allerdings mit viel Gestrüpp im Blickfeld, sodass wir vom Meer kaum etwas sehen konnten.

Als wir später beim Spaziergang dann den anderen angebotenen Platz sahen, machte sich (kurz) ein bisschen Wehmut breit. Dort hätten wir wahrscheinlich die beste Aussicht des ganzen Parks gehabt. Lektion gelernt.

Die Aussicht genossen wir dann später beim Essen von der Außenfläche der Camp-Küche aus. Von den hier aufgestellten Campingtischen hatte man ebenfalls einen guten Blick. Außerdem gingen wir mit einsetzender Abenddämmerung noch einmal los in Richtung Stadt. Es galt nämlich herauszufinden, ob McDonald’s in Australien wirklich flächendeckend kostenloses WI-Fi anbot.

In den letzten Tagen hatten wir weder in Tidbinbilla noch im Woods Reserve eine WLAN-Verbindung. Grundsätzlich war das kein Beinbruch, Urlaub zeichnet sich für mich auch insbesondere dadurch aus, dass man nicht ständig seine alltäglichen Kontakte hatte und ein bisschen Distanz zwischen sich und „zu Hause“ brachte. Egal ob das heimische Nachrichten, Mitteilungen von Freunden und Familie oder insbesondere arbeitstechnische Dinge anging.

Free Wi-Fry

Da wir allerdings nicht wussten, wie oft es uns noch in die Wildnis verschlug und die Suche nach einem interessanten Platz oder einer netten Aktivität doch oft den Einsatz von Internet erforderte, wäre es doch eine gute Möglichkeit, zum Beispiel immer mal wieder bei McDonalds anzuhalten. Wir suchten zwar immer noch so gut wie alles über CamperMate raus, was wie beschrieben offline funktionierte, aber zu m stöbern oder für detailliertere Informationen war es doch netter, mit WLAN arbeiten zu können. McDonald’s bietet tatsächlich diese Möglichkeit. So kann man, auf dem Parkplatz nahe des Eingangs stehend, in den Genuss von einer halben Stunde freiem WLAN kommen. Passend zum Anbieter heißt dieses hier allerdings „Wi-Fry“ und traf damit durchaus auch mein Komikzentrum.

Unser Abendspaziergang führte uns in der Dämmerung am See von Merimbula zurück und bot einen schönen Ausblick über die festgemachten Fischerboote und die dortige Austernfarm. Diese konnten wir allerdings am nächsten Tag bei Sonnenschein noch etwas besser erkennen…

Eigentlich hatten wir überlegt, am nächsten Tag einen Abstecher in den Norden über die Great Alpine Road zu machen, aber nachdem wir direkt in den ersten Tagen mehr Berge gesehen hatten, als erwartet, wollten wir lieber an der Küste bleiben. Außerdem war der Strand (inkl. Badeausflug) von Merimbuka ein echtes Highlight, davon wollten wir mehr. Bevor wir uns allerdings auf den Weg in Richtung Raymond Island machten, erkundeten wir erst noch einmal eine weitere Sehenswürdigkeit von Merimbula.

Austernfarm und Krebstiere

Unser Weg führte uns über den langen Holzstegs und somit entlang von Austernfarmen und feuchtem Gebiet, das tausenden Krebsen ein zu Hause gab. Sie waren leider so flink und klein, dass ich sie kaum vernünftig aufs Foto bekam, aber es war schon sehr lustig, das Gekrabbel im Sand zu beobachten.

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