Australien #16 – Endspurt: Hahndorf, Granite Island, Adelaide

Die letzten Tage verbrachten wir in Ruhe in der Nähe von Adelaide. Bevor es wieder an die Küste nach Victor Harbour und Granite Island ging, lernten wir Hahndorf kennen. Eine kleine, charmante Stadt mit eklatanten deutschen Einflüssen: Vom „German Village Shop“ bis hin zur „German Pantry“ zeigt hier vieles, dass Hahndorf eine der ersten deutschen Siedlerstädte war. Auch Bäckereien und Fleischereien bieten viele Lebensmittel mit deutschen Einflüssen, die im Rest Australiens eher ungewöhnlich sind.

Vielleicht liegt es auch an der deutschen Vergangenheit, aber für mein Empfinden war Hahndorf eine der schönsten Städte, in denen wir unterwegs waren. Die Einkaufsstraße bot viele Interessante Shops (unbedingt einen Abstecher in die Leathersmith and Bush Gallery machen!) und es war hier deutlich grüner, als in anderen Städten. Dort wartete man ansonsten eher darauf, dass (wie im Amerikanischen Western) ein vertrockneter Busch über die eher tristen Straßen wehte… Hier erwartete uns das totale Gegenteil. Allerdings hatten wir leider den deutschen Weihnachtsmarkt verpasst, der bis zum letzten Wochenende hier aufgebaut war. Ansonsten hätten wir uns auch gerne einen schönen Glühwein hier in Australien gegönnt. Ins Hofbräuhaus zog es uns dann allerdings nicht, wir aßen Apfelstrudel in einem der Cafés.

Granite Island und die Pferde-Tram

In Hahndorf sammelten wir eine gute Freundin ein, deren Bruder dort lebte. Unser Weg führte uns unter anderem nach Victor Harbour, wo wir über den langen Holzsteg hinüber nach Granite Island gingen. Will man den Weg nicht zu Fuß machen, kann man für wenige Dollar auch die von Pferden gezogene Tram nutzen, die hier auf Schienen regelmäßig pendelt.

Auf Granite Island selbst ist ein Steinmetz aktiv, dessen Skulpturen man immer wieder auf dem Rundgang über die Insel entdeckt. Manchmal ist sogar ein zweiter Blick erforderlich, um hier Kunst und Wirklichkeit voneinander zu unterscheiden. Der Blick von der Hügelspitze bietet außerdem eine schöne Aussicht über die Bucht vor Victor Harbour und die raue Natur auf beiden Seiten. Sollte es uns später noch einmal hierher verschlagen, könnte man auch überlegen bis in die Abendstunden zu bleiben: Dann lohnt es sich nämlich, auf eine Begegnung mit Pinguinen zu hoffen, die sich hier herumtreiben. Angeblich leben und brüten hier bis zu 2000 Tiere… und vielleicht ist die Führung durch die Aufzuchtstation nicht ganz so kommerziell wie es auf Phillipe Island  bei Melbourne anmutet 😉

Adelaide

In Adelaide selbst verbrachten wir gar nicht so viel Zeit. Daher kann ich auch noch nichts über die Stadt an sich sagen, das bleibt einem weiteren Besuch hier vorbehalten. Zum Abschluss der Reise hatten wir uns allerdings noch ein kleines Highlight überlegt und so verbrachten wir einige Stunden im „Mega Adventure“ Kletterpark.

Auf mehreren Ebenen gilt es hier, verschiedene Hindernisse zu überwinden. Nach einer gründlichen Einweisung in das Handling der Sicherungshaken des Geschirrs kann man den Kletterturm dann frei erkunden. Von den meisten Plattformen gibt s es hier drei verschiedene Wege, die man einschlagen kann. Deswegen ist auch meistens für jeden Geschmack und gewünschten Schwierigkeitsgrad ein Weg vorhanden. So muss man nicht umkehren und niemanden zurücklassen, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist.

Das war wirklich ein super spannender Ausflug, den ich so oder so ähnlich zu Hause auch gerne mal machen würde. Manchmal wurde es es zwar sehr wackelig, aber man fühlte sich nie unsicher und wuchs sicher auch ein Stück über sich hinaus!

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