Australien #14 – Von Port Campbell nach Portland

London Bridge

Nachdem wir gestern die größten Touristenattraktionen der Great Ocean Road abgeklappert hatten, gönnten wir uns noch einen ruhigen Nachmittag am Strand von Port Campbell. Glücklicherweise hatten wir uns hier den Port Campbell Holiday Park als Stellplatz für die Nacht ausgesucht und damit eine sehr gute Wahl getroffen. Wir bekamen einen Stellplatz direkt am Flusslauf an der Nordseite des Parks und hatten es so auch nicht weit zum Strand. Das Wasser war wärmer als gedacht und die Abendsonne so angenehm, dass wir den Abend perfekt ausklingen lassen konnten.

Alle 300m ein Lookout

Einen Zwischenstopp in Port Campbell zu machen lohnte sich deswegen auch strategisch. Auf dem Stück von dort nach Portland reihen sich die Sehenswürdigkeiten nämlich ebenfalls direkt aneinander. Als erstes sieht man „The Arch“, einen der wenigen verbliebenen Bögen aus Sandstein, die ihre Form trotz Wind und Wetter noch halten. Das lässt sich von der „London Bridge“, nur wenige Hundert Meter weiter, nicht mehr behaupten. Der Bogen, der hier das Festland mit der kleinen vorgelagerten Insel verband, stürzte 1990 ein.

Spannend fand ich auch die Entstehung dieser Formationen: Während der letzten Eiszeit stand der Meeresspiegel hier noch viel höher und die jetzt freiliegenden Steine waren vom Wasser bedeckt. Als der Meeresspiegel dann sank und den recht weichen Stein freigab, war er der Brandung, sowie Wind und Wetter ausgesetzt. Seitdem nagen nun die Elemente an den Steinen und höhlen diese aus. So entstehen zuerst Höhlen, dann diese Bögen und (wenn diese ihr Eigengewicht nicht mehr tragen können) einzelne emporragende Steinspitzen. So entstanden zum Beispiel auch die 12 Apostel. Und so schwinden sie auch.

Spuren im Sand

Durch Zufall entdeckten wir noch einen weiteren Aussichtspunkt auf die London Bridge und ich wollte schauen, ob man dort irgendwie runter zum Strand kam. Das Wetter war klasse, weswegen ich hätte gerne ein wenig die Füße ins Wasser gehalten hätte. Auf dem tiefer gelegenen Aussichtspunkt angekommen erkannten wir, dass die Spuren im Sand nicht von Menschen stammten, sondern von Pinguinen. Als wir den Blick ein wenig schweifen ließen, entdeckten wir sogar zwei von ihnen unter einem Felsen- da hatte sich der Weg zu dieser kleinen Aussichtsplattform doch gelohnt!

Weiter ging es zu einer Grotte und den beiden Buchten „Bay of Martyrs“ und „Bay of Islands“. Der übrige Touristen-Andrand hielt sich heute auch in engen Grenzen, sodass wir einen schönen Tag an der Küste verbrachten und immer wieder neue Eindrücke dieser vielfältigen Landschaft gewannen.

Zum Abend führte uns unser Weg dann nach Portland. Bei einem kleinen Abendspaziergang erkundeten wir noch die nähe Umgebung des Campingplatzes und nutzten die Zeit zum Wäsche waschen. Hier in Portland sahen wir so viel Industrie, wie lange nicht mehr. Abgewandt vom Hafen fanden wir aber auch einen hübschen kleinen Leuchtturm und eine Reihe schöner Eigentumswohnungen entlang der Klippen. Hier, mit Blick auf das Meer, ließ es sich sicher auch gut an diesen Texten schreiben…

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