Australien #10 – Wilsons Promontory, du Schönheit!

Wir hatten während des Urlaubs so viele schöne Dinge gesehen, dass ich mich gar nicht für bestimmte Highlights entscheiden will. Müsste ich das allerdings tun, so wäre das Wilsons Promontory sicher unter den ersten drei Punkten. Hier bietet sich eine abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft, die man gut und gerne stundenlang erkunden kann. Da nur eine Straße ins Prom führt, findet man hier vom Spaziergang bis zur mehrtägigen Wandertour alles. Bis auf die Wanderpfade ist die Landschaft naturbelassen und bietet herrliche Aussichten. Schon von den Parkplätzen aus lässt sich viel Schönes entdecken, für Anderes muss man mehr Zeit und Kilometer investieren.

Erste gut kleinere Ausflüge bieten die Whiskey Bay und der Squeaky Beach. Dort am Squeaky Beach ist der Sand so weiß und fein, dass es seinem Namen alle Ehre macht und tatsächlich beim gehen quietschte. Bei guten Wetter kann man hier auch wunderbar Baden. Die Bucht der Whiskey Bay lädt ebenfalls hierzu ein, allerdings fand ich hier die großen Felsen, Gesteinsformationen und -farben wesentlich interessanter.

Standplatz-Lotterie

Als wir im Prom Unterwegs waren, war anscheinend grade eine große Kirchenfreizeit. Trotzdem hätten wir hier sicher noch einen Stellplatz ergattern können. Sollten wir noch einmal in diese Ecke zurückkommen, würde ich das auch tatsächlich gerne machen. Wahrscheinlich sollten wir das allerdings nicht in der Hauptsaison versuchen, denn hier werden die Plätze im Losverfahren vergeben. 484 Stellplätze stehen in Tidal River, dem Hauptort der Landzunge, zur Verfügung, 20 davon mit Strom. Diese Plätze werden (laut Reiseführer) in den Weihnachtsferien im Losverfahren vergeben, wofür man sich bis spätestens zum 30. Juni bei Parks Victoria angemeldet haben sollte.

Mutigere und ausdauerndere Wanderer als wir finden hier auch ihre Herausforderung. Der „Great Prom Walk“ gilt zum Beispiel als beliebteste Wanderstrecke durchs Wilsons Promontory und ist bis zu 53km lang. Solch eine lange Wandertour muss unbedingt angemeldet und genehmigt werden. Geplante Zwischenstopps und den geplanten Tag der Rückkehr sollte man ebenfalls hinterlegen, damit die Mitarbeiter von Parks Victoria checken können ob die Wanderung nach Plan verläuft oder ob gegebenenfalls Hilfe benötigt wird. Deswegen wir ich immer nur eine bestimmte Anzahl an Erlaubnissen vergeben.

Eine moderate und szenisch interessante Wanderung ist der Tidal Overlook Circuit, den wir auch ausprobierten. Mit kleinen Abstechern ist man hier ca. 4km unterwegs. Außerdem startet man am „Lilly Pilly Gully Car Park“, dessen Name alleine schon einen Besuch wert ist 😉

Ein guter Tag für die Statistik

Auf dem Weg aus dem Prom heraus erspähten wir dann endlich unser erstes (lebendiges) Wombat. Deswegen drehten wir bei der nächsten Gelegenheit um, fuhren zurück und noch mal daran vorbei, sodass wir es ganz drei Male beobachten konnten. Das wertete unsere Statistik und das Gefühl stark auf, denn die trägen und massigen Wombats waren ansonsten die Tiere, die wir am häufigsten tot neben der Straße liegen sahen.

Der Mitarbeiter des Parks in Yanakie, in dem wir übernachteten erzählte uns dann, dass das für Australier gar kein wirklich Grund zur Freude ist. Wombats wurden als ziemliche Plage angesehen, da sie insbesondere Landwirten das Leben schwer machten. Sie schadeten den Pflanzen und gruben die Felder um, sodass die Landmaschinen des Öfteren stecken blieben oder kaputt gingen: „No one likes Wombats…“

Schade.

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